Vacossin Marie-Thérèse



1929 in Paris geboren, lebt und arbeitet in der Schweiz


Vertreten durch die Galerie La Ligne seit 2007


Auswahl von verfügbaren Werken



Née à Paris en 1929 - vit et travaille en Suisses



Représentée par la Galerie La Ligne depuis 2007


Sélection d'oeuvres disponibles



Born in Paris 1929, she lives and works in Switzerland


Represented by the Galerie La Ligne since 2007

Selection of available works

 

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Eine besonders lange Erfahrung darin, wie man der Farbe hilft zur starken Leuchtkraft und zur Vibration – jenseits der Monochromie – hat sich die in Paris geborene Marie-Thérèse Vacossin erworben.

Die Frucht ist eine aussergewöhnlich intensive Auseinandersetzung mit der Farbe zur Steigerung ihrer Wirkung. Ihre Werke sind deshalb schon lange nicht mehr einfach als Objekte von dieser oder jener geometrischen Begründung her zu bewerten, sonderns sie sind zu bewerten durch das, was sie bewirken. Und ihre Kunst ist insgesamt eine Vermittlung sinnlicher Erfahrungen. Dennoch fragt man nach, wie siese Vermittlung geschieht, wobei die grosse monochrome Farbfläche – ein all over – für Marie-Thérèse Vacossin nicht in Frage kam.

Sie suchte und fand sensiblere Methoden, die Farbe zum Vibrieren zu bringen. Von anderen Autoren wird jedoch mit Recht darauf hingewiesen, dass sie sich trotz einer „tiefen Verwurzelung in der französischen Maltradition, u.a der Impressionisten“ einer bestimmten Kunstbewegung nie angeschlossen hätte. Wenn es zum Beispiel um die Steigerung der Farbe Blau geht, gerät man bei Werken von Marie-Thérèse Vacossin in sprachliche Not, indem neue Wortverbindungen mit „blau“ gesucht und gefunden werden müssten zu den bereits phantasievollen Namen von „himmelblau“ bis zu „orientblau“.

Es drängen sich überdies synästhetische Formulierungen von Tonhöhen und Klangfarben auf, mit denen Vibration allgemein in Verbindung gebracht wird. Der Versuch einer Beschreibung lässt sich jedoch auch mit Hilfe der Verhältnismässigkeit der gestaltenden Mitteln unternehmen. So fällt auf, dass Vibration oder Schwingung in ihren Arbeiten am stärksten in der unmittelbaren Umgebung der blauen Linien, mit ihrer Häufigkeit und dadurch bedingt auch mit ihrer Breite. Jede Nuancierung ergibt eine Änderung der « Klangfarbe ».

Es kommt dabei auch vor, dass die Wirkung nicht von den Linien ausgeht, sondern vom durchscheinenden Blaugrund, das heisst dass die Linien zum Gitterwerk werden. Das sind Phänomene, welche der Gestaltpsychologie zugrunde liegen.

Auszug aus Objektive Methoden bringen Farben zum Vibrieren von Eugen Gommringer



Öffentliche Sammlungen (Auswahl)

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Basel, CH

Musée des Ursulines, Mâcon, F

Allianz, Berlin, D

Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, D

Alcatel, Cortaillod, CH

Donation Dr. Francis Jeunet, Musée d’Art et d’Histoire, Neuchâtel, CH

Donation André le Bozec, Musée de Cambrai, F

E.on, München, D

Europäisches Patentamt, München, D

Banque Bonhôte & Cie SA, Neuchâtel, CH

Donation Eva-Maria Fruhtrunk, Musée Cambrai, F

Donation Frau Gutmann, Haus Konstruktiv, Zürich, CH

FRAC Bretagne

Satoru Sato Art Museum, Miyagi, JP

Hexal AG, Holzkirchen, D

Musée du Touquet, Donation André le Bozec, F