Ainaut Fabrice




1982 in Tarbes (FR) geboren, lebt und arbeitet in Paris

Vertreten durch die Galerie La Ligne seit 2016


Auswahl von verfügbaren Werken




Né en 1982 à Tarbes (FR), vit et travaille à Paris


Représenté par la Galerie La Ligne depuis 2016


Sélection d'oeuvres disponibles




Born 1982 in Tarbes (FR), lives and works in Paris


Represented by the Galerie La Ligne since 2016

Selection of available works

 

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Die neuen Technologien haben die globale Kommunikation revolutioniert, den alten gemeinsamen Traum zahlreicher Künstler vorangetrieben, eine gemeinsame Entwicklung zu realisieren. Von Tatlin zu Moholy-Nagy oder von Gabo zu Pevsner, oder anders formuliert, von der simulierten zu einer realen Bewegung, ist man auf die Essenz zwischen dem optischen Phänomens und der Lumino-kinetische Kunst gekommen. Die Tendenz wurde von Frank Malina und Nino Calos eingeleitet, die sich auf die Elektrizität als Quelle von Dynamik und Lichtschwankungen stützt und die Streuung der Harmonie erzeugt.

Der letzten Generationen folgend, die den Konstruktivismus erbten, entwickelt Fabrice Ainaut auf seine eigene Art, den Fortgang und den physischen Ausdruck mehrfacher Kombinationen. Fähig sich auf die Bauelemente anzuwenden und mit der eindringlichsten Wirkung, die Wahrnehmungsgesetze des träges Bildes außer Kraft zu setzen. Von Anfang an geht er auf die Grundlagen von Arden Quin’s ein, durch die Instanzen der geometrischen Orthodoxie, der den Prozess eines sich wandelndes Rahmes befürwortet. Ainaut gewinnt nach und nach seine Eigenständigkeit, interessiert sich für afrikanischen Kunst, begeistert sich für fortsetzende Systeme und verbeugt sich in Richtung der Bewegung, schreibt sich im Raum ein, um den Innovationen der modernen Welt näher zu sein.

Die von Ainaut vorgesehenen Formen reagieren auf einen sorgsam ausgearbeiteten physischen und geistigen Prozesses, dessen Strukturen eine Drehbewegung erfordern. Durch den Einsatz von blinkenden Lichtpunkten, die mit Hilfe von einem oder mehreren Mikro-Motoren zapfenförmige Bänder verbinden. Im Regelfall senkrecht errichtet, manchmal in der Mitte gebogen, frontal oder lateral gefertigt, gruppiert oder vereinzelt und mit einer glatten PVC Oberfläche versehen. In Ainaut‘s Kunstwerken sind oft leuchtende chromatische Strahlungen eingebunden, welche die Netzhaut magnetisieren. Andere Male sind die Strukturen verdoppelt oder in kleinen Gruppen verschmolzen oder auch mit blauen dreieckigen Reliefs geschmückt, die Einblick in die gestreiften Oberflächen gewähren.

Architektonische Strenge in der farbigen Artikulation, eine rotierende Anordnung, eine wohldosierte Geschwindigkeit und eine extreme Kontrolle der Bewegungsteuerung sind Zeichen seiner Arbeiten. Das Licht wird direkt vom Computer generiert, ein raffinierter Einfall bei der Wahl der Elemente. Kurz gesagt, eine klare Fähigkeit, Geist und Materie miteinander zu verbinden. Auch Anzeichen für einen diskreten spielerischen Sinn kann hier gefunden werden, ein ausgesprochenes Gespür für die Einführung von vielen optischen Täuschungen im Einklang mit dem inneren Gefühl, daß über Mechanismen hinausreicht. In ihrem Umfang, Verwandlungen, Transparenz und Schatten, stellt sich eine ruhige und stille Atmosphäre ein, wo Realität und Phantasie vereinigt werden. Hier bewegt sich alles und zieht sich zusammen, taucht auf und verschwindet, kontrolliertes Kommen und Gehen, die sich in jedermanns Vorstellung fortsetzt.

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Textauszug von Gérard XURIGUERA


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